Was ist HPU?

HPU ist die Abkürzung des Wortes Hämopyrrollaktamurie und bezeichnet eine übergeordnete Heilungsblockade des Menschen (aber auch bei Tieren), die gar nicht so selten vorkommt. Verkürzt gesagt handelt es sich um ein Vitalstoff-Verlust-Syndrom welches gekoppelt ist, mit der Unfähigkeit, den Körper von Giftstoffen zu befreien: eine meist angeborene Entgleisung im Stoffwechsel.

Es ist dies ein verbindendes Element zwischen einer Vielzahl von Befindlichkeitsstörungen und chronischen Symptomen, die dem modernen Menschen das Leben schwer machen und die schwierig zu therapieren sind:

Die Ursache hinter chronischer Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, erhöhter Infektanfälligkeit, Schilddrüsenerkrankungen, chronischen Muskelschmerzen, Blutzuckerschwankungen, Depressionen und vielem anderen kann eine bestimmte Entgleisung im Stoffwechsel sein.

Der Mensch ist darauf angewiesen, dass er fortwährend neue Energie aufnimmt und alte, verbrauchte Energie wieder abgibt bzw. ausscheidet und entgiftet über Lunge, Haut, Leber und Darm sowie Niere und Blase. Wenn dieser Wechsel von Aufnahme und Reinigung bzw. Ausscheidung reibungslos funktioniert, ist der Mensch gesund.

Ungefähr 10-20% der Menschen in Europa sind jedoch heutzutage von einer besonderen Form von Entgiftungs- und Stoffwechsel-Regulationsstörung beeinträchtigt: HPU (Hämopyrrolaktamurie) oder auch KPU (Kryptopyrrolaktamurie) genannt. Die absolute Mehrheit davon sind Frauen. Gehören Sie auch zu den Betroffenen?

Diese Stoffwechselstörung führt zu hohen Verlusten an Mineralstoffen und Vitaminen über den Urin und blockiert die körpereigene Entgiftung auf allen Ebenen. Umgekehrt begünstigt die Belastung mit bestimmten Schadstoffen, beispielsweise toxischen Schwermetallen, das Entstehen der HPU/ KPU. Sie kann Ursache einer Fülle von Erkrankungen sein und sich durch verschiedenste Symptome äußern und hat vielfältige Auswirkungen auch auf die Psyche.

Die hauptsächlichen Vitalstoffe, die dem Körper über den Urin verloren gehen, sind Zink, Vitamin B6 und Mangan, welche für fast alle entscheidenden Funktionen im Nervensystem, dem Immunsystem, der hormonellen Regulation, dem Verdauen, dem Entgiften und der Leistungsbereitstellung sowie Entspannungsfähigkeit und Regeneration wichtig sind. Der Verlust einer Vielzahl von Vitalstoffen kann folgen, je nachdem wie lange die „Pyrrolurie“ schon besteht und in welchem Ausprägungsgrad.

HPU und KPU zeigen sich in Phasen mit verstärktem Stress (körperlicher, sozialer oder seelischer Art) und führen fatalerweise dazu, dass von da an jede Art von Anforderung im System als erneuter Stress verstanden und beantwortet wird.

Wenn ein Mensch in eine HPU-Krise abgerutscht ist, merkt er das deutlich, weil es ihm zunehmend schlechter geht. Er scheint nur mehr „am Rad zu drehen“, ist wie aufgezogen, steht dauernd unter Strom, fühlt sich dabei abgeschlagen, schlapp und nicht mehr leistungsfähig, unlustig bis depressiv und wesentlich älter als es dem biologischen Alter entspräche. Dann folgt oft eine Fülle von Beschwerden, die ein einzelner Arzt gar nicht so schnell abklären kann. Darunter dauernde Infekte und Allergien, die das Gefühl geben, gar nichts mehr vertragen zu können. Auch funktionelle Herz- und Darmbeschwerden können sich entwickeln. Es sind aber dennoch diffuse Beeinträchtigungen, die noch keine groben Veränderungen von Organen bewirkt haben, sondern Funktionsstörungen der versorgenden Nerven und des Gehirns, die die normalen Abläufe dieser Organe hemmen.

Das Gesamtbild der Erkrankung ist geprägt durch eine vielfältige Ausprägung. Deshalb fiel es auch bislang so schwer, den roten Faden bzw. das Vereinende zwischen allen Symptomatiken zu sehen: Das Vitalstoff-Verlust-Syndrom.

Sind auch Sie oder ihr Kind eventuell betroffen?

Die Verluste an wichtigen Mikronährstoffen sowie die Entgiftungsstörung können nicht allein über die Nahrung ausgeglichen werden. Häufig bleibt das Problem unentdeckt und die Mängel werden im Laufe der Jahre immer gravierender.

Wie stellt man eine HPU/ KPU fest?

An erster Stelle sollte immer der Urintest auf HPU und de Blick in die Zelle stehen. Achtung: Blutanalysen aus dem Serum sagen nicht die volle Warheit. Es kann sein, dass zum Beispiel Vit B6 oder Zink im Serum zu hoch sind, jedoch intrazellulär nichts vorhanden ist.
Eine gründliche Anamnese mit einem verdachtsabhängigen Frageschema sollte einer Laboranalyse vorausgehen, um die Wahrscheinlichkeit einer HPU einzuschätzen und damit den Sinn eines Urintests. Frauen können im Vorfelld der Besprechung einen anonymen Fragebogen im Internet ausfüllen, der ihnen innerhalb einiger Minuten Klarheit über ihr HPU-Risiko verschafft: www.keac.nl/de/hpu/fragebogen.html

Der geschichtlich ältere KPU-Test, der in vielen Laboren angeboten wird, weist verschiedene Pyrrolverbindungen im Urin nach, die auch nach Einnahme von best. Medikamenten oder durch toxische Belastungen entstehen können. Dadurch ist dieses Testverfahren zur Detektion der angeborenen Stoffwechsel-Sörung weniger gut geeignet als der sehr viel spezifischere HPU-Test® , der seit dem Jahr 2000 verfügbar ist und ganz spezifische HPL- Komplexe misst, die ausschließlich bei HPU gebildet werden.
HPU ist also nicht identisch mit KPU, auch wenn die beiden Begriffe manchmal fälschlicherweise gleichgestellt werden.

Zum HPU-Urintest gehen Sie bitte auf: www.heidelberger-chlorella.de
oder auf die Seite des Labors: www.keac.de

Therapiemöglichkeiten der HPU:

Ein besonderer Schwerpunkt der Therapie liegt auf der Unterstützung der körperlichen Entgiftung. Hierzu eignen sich meiner Erfahrung nach besonders regelmäßige Gaben von Klinoptilolith/ Zeolith, einem gemahlenen mineralischen Vulkangestein.
Spezifischer wirken die Algen Chlorella Pyrenoidosa und Chlorella Vulgaris.
Die zusätzliche Gabe von hochkonzentriertem Bärlauch bzw. Knoblauch oder Koriander in Kapsel- oder Tropfenform regt die Entgiftung aus dem Bindegewebe, dem Knochengewebe und schließlich dem Nervengewebe an. Die einzelnen Stufen der Entgiftung müssen sorgfältig ausgetestet und aufeinander abgestimmt sein, um den Organismus nicht zu überfordern und dabei rück- zu vergiften.
Gleich zu Beginn der Therapie erfolgt auch schon die Gabe von speziell für HPU bzw. KPU entworfenen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen: Vitamin B6, Zink und Mangan müssen auf jeden Fall dabei sein und zwar in spezieller Aufbereitung. Wichtig ist, dass die genaue Dosis und Anwendung individuell ausgetest und abgestimmt wird ! Es gibt mittlerweile mehrere Kombinationspräparate auf dem Markt, die Menschen mit KPU/HPU helfen, ihre Vitalität zurückzu erhalten und die Stoffwechselstörung in vielen Fällen sogar zu regulieren. Manche Menschen müssen jedoch damit rechnen, die orthomolekulare Medizin ein Leben lang zu sich zu nehmen, da sonst wieder eine rasche Verschlechterung des Wohlbefindens droht. Weitere häufige Supplementierungen sind diejenigen von Antioxidantien, Selen, Schwefel (MSM), SAM, B12, Folsäure, Magnesium, Vitamin D3, Omega 3 Fettsäuren, L-Tryptophan, Glycin, Taurin.
Biochemie nach Dr. Schüssler und hier vor allem die Ergänzungssalze leisten ebenfalls einen wertvollen Beitrag zur Wiederherstellung der Stoffwechsel-Regulation.
Weiterhin sollten PyrrolikerInnen auf einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt achten, beispielsweise über regelmäßige basische Fußbäder oder geeignete (homöopathische) entsäuernde Mittel und Mineralstoffe in einer ausgewogenen Vollwert-Ernährung. Die Ernährung muss allerdings oft einige Monate auf Gluten-haltige Getreide verzichten. Oftmals zusätzlich auch auf den Verzehr von Milch bzw. Laktose. Auch dies ist bei jedem Menschen unterschiedlich und ich empfehle, es sorgfältig und im Abstand von einigen Wochen kinesiologisch nachtesten zu lassen.

Sollten Sie zu den Pyrrolikern gehören, denken Sie daran, dass Ihr Körper nicht in der Lage ist normal zu entgiften. Versuchen Sie daher, sich möglichst gut, frisch und naturbelassen zu ernähren.
Versuchen Sie, Zigaretten und Alkohol langsam einzuschränken.
Vorsicht bei der Einnahme von Antibiotika und pharmakologischen Medikamenten, viele davon werden bei gleichzeitigem Vorhandensein einer HPU nicht oder nur sehr eingeschränkt vertragen!

Besondere Beachtung verdient auch die Behandlung des energetischen Systems des HPU betroffenen Menschen: Aura-, Meridian- und Chakren-Balance, denn sie wirken tief-heilend in den physischen Körper.
Es ist für Menschen mit HPU/KPU sehr wichtig, regelmäßiger mittelmäßig anstrengender Bewegung nachzugehen. Am besten mehrmals pro Woche an der frischen Luft moderates Ausdauertraining wie Radfahren und Walken oder Joggeln betreiben - aber auch flotte Spaziergänge von mindestens 30 minütiger Dauer bringen schon viel. Zusätzlich sollten Qi-Gong-, oder Yoga- Übungen oder zumindest Dehn- und Beweglichkeitsübungen jeden Tag einige Minuten ausgeführt werden, um die Verklebungen und Verhärtungen aus dem Muskel- und Bindegewebe wieder zu lösen und die Muskulatur besser zu durchbluten und mit Sauerstoff zu versorgen.

Geregelter Schlaf an einem kraftspendenden entstörten Schlafplatz (Elektrosmog; Geopathie; Schadstoffe) und kleine Entspannungspausen über den Tag verteilt sind weitere wesentliche Eckpfeiler in der Therapie der HPU. Auch das Erlernen und Ausüben eines Entspannungsverfahrens oder von Meditation hat sich sehr bewährt.

Weiterhin begleite ich bei der Aufarbeitung von psychischen und körperlichen traumatischen Erlebnissen und unerlöster seelischer Konflikte, die ebenfalls den gesamten Menschen belasten und die ein Mensch mit HPU schlechter verarbeiten und ohne Hilfe loswerden kann als Andere. Außerdem haben Menschen, die von HPU betroffen sind, aufgrund ihrer erhöhten Sensibilität oft mehr als andere unter ihrer sozialen Umwelt zu leiden, da sie dazu neigen, mitzuleiden und sich der Gefühle und Probleme ihrer Angehörigen und Liebsten anzunehmen...

All dies bedarf einer liebevollen Begleitung und vor allem der richtigen Unterstützungsmaßnahmen zum richtigen Zeitpunkt und in der optimalen Reihenfolge, um den Menschen mit HPU nicht zu überlasten und in eine erneute Stoffwechselkrise zu stürzen.
Wenn es also noch Hilfe im emotioalen und mentalen Sektor gibt, den Ursachen und Zusamenhängen der HPU/KPU bzw. der Stressanfälligkeit auf die Spur zu kommen und sie zu lösen (z.B. mittels Mentalfeld-Therapie, EFT oder Psychokinesiologie), dann kann alles doch noch gut werden.... Der Mensch geht aus der Krise wesentlich gestärkt hervor und hat in der Zeit eine ganze Menge über sich und das Leben erfahren.

Allgemeine Beschwerden, die auf eine HPU hinweisen:

  • morgendliche Übelkeit / Schwangerschaftsübelkeit
  • weiße Flecken in den Fingernägeln
  • Schwangerschaftsstreifen
  • Erschöpfung
  • Anämie (Blutarmut)
  • keine Erinnerung an Träume
  • Stress wird schlecht vertragen
  • schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • Licht- und Geräusch-Überempfindlichkeit
  • verminderte Muskelbildung
  • Unterzuckerung (Hypoglykämien)
  • Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, Reizdarm

Beteiligung der HPU bei weiteren Krankheitsbildern:

  • Schilddrüsenüber- und Unterfunktion, Hashimoto-Thyreoiditis
  • Migräne
  • Gelenkbeschwerden und Bandscheibenerkrankungen
  • Ängstlichkeit bis hin zu Panik
  • Stimmungsschwankungen
  • Depression
  • bipolare Psychosen
  • schizophrene Psychosen
  • Autismus
  • ADS / ADHS
  • Abhängigkeiten von Substanzen
  • Diabetes Typ 2
  • Zyklusbeschwerden / Zyklusanomalien
  • PMS-Syndrom
  • Unfruchtbarkeit

Buchtipp:
Stoffwechselstörung HPU
von Dr. Tina Maria Ritter
und Dr. Luitgard Baumeister-Jesch
VAK Verlag
ISBN: 978-3-86731-152-6

Mehr Infos unter:
» http://www.keac.nl/de/hpu/ . Testet auf HPU. Internet-Fragebogen zur Selbsteinschätzung der HPU-Wahrscheinlichkeit.
www.baumeister-jesch.de von Dr.med Luitgard Baumeister-Jesch zu HPU und Mikronährstoffen
www.biovis.de Labor, testet auf das unspezifischere KPU